Die kleinen Philosophien eines ganz alltäglichen Lebens: In der Stille liegt die Entfaltung

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Gerade wenn das Leben phasenweise recht turbulent wird und wir uns in vielem was wir tun zeitliche Fesseln bewusst oder manchmal auch unbewusst anlegen, ist es von grösster Wichtigkeit, sich regelmässig eine Auszeit zu gönnen; sei diese kurz oder lang, in welcher Form auch immer. Das sage nicht ich. Das sagt das Leben.

Früher hatte ich mir jeweils einen 15-minütigen “power nap” (Kurzschlaf) gegönnt im Büro nach der Mittagsmahlzeit (das habe ich lange praktiziert mit hocherfreulichem Ergebnis – sehr empfehlenswert also); heute bediene ich mich ein bis zwei Mal pro Woche abends einer 10- bis 15-minütigen ‘absolut-gar-nichts-tun-sehn’-hören-Pause’, wobei ich genau das tue: nämlich nichts. Auf das Sofa springen, sich strecken und recken, ein paar Grimassen ziehen, um die Bäckchen zu entspannen; dabei zweimal tief durchatmen und unsexy Gähnen; an die freche Nachbarskatze denken, die sich genüsslich und tiefenentspannt im Nebenzimmer quer über mein Bett langzieht (eigentlich ein Tabu, denn mein Bett ist MEIN Bett!) und es ihr für einen guten Zweck auf dem Sofa ausnahmsweise gleichtun; zum Schluss vielleicht noch einen tiefen Seufzer von sich geben, um dann gedankenverloren die Decke anzustarren.

So in etwa würde das dann aussehen.

Mag sein, dass dies jetzt vielleicht irrwitzig oder einfach nur bescheuert klingen mag (oder auch beides gleichzeitig), aber die Stille BEWUSST WAHRZUNEHMEN und sich dieser vollkommen entspannt hinzugeben ist die beste Medizin gegen Stress – und vor allem auch gegen Blockaden im Kopf; nützlich gerade auch im kreativen Bereich.

Steht man unter Zeitdruck und sollte kreativ wirken, dann läuft man oftmals Gefahr, dass das Wirken alles andere als planmässig verläuft; oder man ist gar zu keinem Pinselstrich fähig, weil der Kopf brummt und rattert und man unnötig Millionen von nicht förderlichen Gedanken durch seine wertvolle Hirnmasse schiessen lässt.

Und während der Kopf durch all diese unnötigen Sorgen im Zeitdruck-Dilemma zu platzen droht, ist auch der Zen-Modus dahin.
Inspiration, ade!

Man wird wütend.
Man brüllt die Leinwand an.
Dann schmeisst man ganz gerne auch mal den Pinsel durch die Wohnung (die daraus resultierenden Farbspritzer in alle Himmelsrichtungen sind in diesem Moment nicht wichtig), gibt dabei unvollständige und höchst irritierende Sätze bei geschlossenem Kiefer von sich, während man zusätzlich noch seine Zähne ungehemmt knirschen lässt.
Dann lässt man zur Krönung seiner leidenschaftlichen Darbietung noch ein paar ‘die-Welt-ist-so-ungerecht!’ Tränchen gekonnt aus den Äuglein kullern, um letztendlich das Drama perfekt zu inszenieren.

Manchmal flucht man dabei auch.

Droht man also in einen solchen Zustand zu gelangen, so sollte man den Pinsel wirklich lieber beiseite legen (sich dazu zwingen geht auch, denn dem fliegenden Pinsel hinterher zu säubern ist kein Vergnügen), ins Bett gehen, ein paar weitere ‘die-Welt-ist-so-ungerecht!’ Kullertränchen zielgerichtet auf das Kissen fallen lassen, eine Nacht gut durchschlafen (das geht, denn man hat in seiner perfekten dramaturgischen Darbietung von eben genug wertvolle Energie verbraucht, um müde zu sein) und –

am nächsten Tag zuerst lange seine Zähne putzen, um dabei unbewusst ‘in einen positiven Gedankenfluss’ zu kommen (echt jetzt, Zähneputzen generiert irrsinnig viele neue Ideen, wenn man es denn zulässt!), bevor man sich dann gleich nach dieser mehrmaligen meditativen Kreisbewegung über die Zähne eine ‘absolut-gar-nichts-tun-sehn’-hören-Pause’ gönnt. Natürlich sollte dieser befreiende Prozess stattfinden kurz BEVOR man sich erneut an sein kreatives Schaffen macht.

Dieses Vorgehen wirkt alle Mal Wunder, ich kann Lieder davon singen!

Vor allem aber möchte ich wieder einmal mehr betonen, dass gerade beim kreativen Schaffen nicht die Quantität, sondern die Qualität der Werke im Vordergrund stehen sollte.

Jedenfalls ist der oben beschriebene Gedanke – also die Stille bewusst wahrnehmen und seine innere Ruhe nähren, um neue Ideen zu generieren – zu meiner neuesten Philosophie meines ganz alltäglichen Lebens geworden:

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© romina bogdanovic / lottileibnitz.com

Grosse Umarmung,
Herzlichst,
Eure Lotti ❤

 

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